
Früher waren sie überall dort zu finden, wo Farben benötigt wurden: für die Buchmalerei waren sie Teil der Klostergärten, für den Hausgebrauch fand man sie in Bauern- und Hausgärten und ebenso in den Gärten der Maler und Dichter. Das „Book of Durrow“ (675 n. Chr.) oder der Teppich von Bayeux (11. Jh.) bezeugen noch heute die Fähigkeit unserer Vorfahren aus Pflanzen Farbstoffe zu gewinnen.
Heute bieten uns die Färbergärten eine ideale Möglichkeit, Kinder und Jugendliche mit der Idee der Nachhaltigkeit und der biologischen Vielfalt vertraut zu machen. Es geht um:
-Anbau und Pflege von Pflanzen
-Sammlungen von Wildpflanzen
-Gartenbau
-Ernte und Lagerung
-Farbstoff und Malmittelherstellung
-Färben und Gestalten
-Erfahrungen aus anderen Kulturen
Das inzwischen weltweite Färbergärten- Projekt des Künstlers Peter Reichenbach, verknüpft das informelle Lernen für und in einer globalen Welt mit der Eigenverantwortung und Entwicklungsmöglichkeit des Einzelnen. Vielfalt in biologischer und kultureller Hinsicht wird für Kinder und Jugendliche zu einem konkreten und sinnlichen Erlebnis. Der spielerische und ästhetische Zugang über die Farben ermöglicht ihnen Einsichten in ökologische Zusammenhänge, faire Teamarbeit, Verantwortung für das eigene Tun sowie Entstehen und Schutz von Werten.
Der Färbergarten eignet sich hervorragend für den fächerübergreifenden Unterricht in allen Altersstufen und für den Offenen Ganztag.
